Was ist Outsourcing im IT-Recht?

Der Begriff Outsourcing kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für Outside Resource Using. Outsourcing im Bereich des IT-Rechts wird auch als Online Outsourcing bezeichnet. Hierbei handelt es sich um das sogenannte internetbasierte Outsourcing, bei dem eine bestimmte Abteilung oder ein spezieller Arbeitsbereichs an ein Drittunternehmen ausgelagert wird. Hierfür wird ein Outsourcing-Vertrag zwischen den beteiligten Unternehmen abgeschlossen. Die konkreten Aufträge an das Drittunternehmen werden in einem Projektvertrag beschrieben. Die Dienstleistungen, die im Rahmen eines Outsourcing-Vertrages erbracht werden reichen von Webdesign und Programmierung über Grafikarbeiten und Multimedia Produktionen bis hin zu redaktionellen und Recherchetätigkeiten.

Leistungsspektrum in einem Outsourcing-Vertrag

Bei dem zu erbringenden Leistungsspektrum durch einen Outsourcing-Provider im Rahmen eines Outsourcing-Vertrages werden im Wesentlichen zwei Arten unterschieden. Zum einen kann der Outsourcing-Provider eine bestimmte IT-Infrastruktur zur Verfügung stellen. Bei dieser Form spricht man auch von System Management, das je nach den technologischen Voraussetzungen als Client Server-Outsourcing oder Rechenzentrum-Outsourcing bezeichnet wird. Stellt der Outsourcing-Provider neben der Infrastruktur weitere Funktionen zur Verfügung ist von Business Process Outsourcing oder auch Facilities Management die Rede.

Das Online Outsourcing beinhaltet viele verschiedene Vertragstypen, da hier zahlreiche Gebiete der Rechtssprechung betroffen sind. Dabei geht es beispielsweise um Mitwirkungspflichten, Haftung oder Eigentumsübertragung. Zudem geht es darum, die Interessen der Outsourcing-Provider und der Kunden im Rahmen einer Vertragsbeziehung möglichst konkret zu beschreiben. Während der Provider vor allem an einer langfristigen Vertragsbeziehung mit dem Kunden interessiert ist, verfolgt der Outsourcing-Bezieher in erster Linie das Ziel der Kostenersparnis. Darüber hinaus muss der Outsourcing-Bezieher sich bewusst sein, dass er mit der Auslagerung eines bestimmten Arbeitsbereiches auch einen Teil der Kontrolle über seine IT-Infrastruktur verliert. Daher spielen Zuverlässigkeit und Sicherheit beim Outsourcing-Provider eine maßgebliche Rolle.

Online Outsourcing wird seit den neunziger Jahren praktiziert und verzeichnet seitdem ein starkes Wachstum. Insbesondere das IT-Offshoring - die Verlagerung bestimmter Arbeitsbereiche in das Ausland - bringt durch die unterschiedlichen Rechtslagen in den einzelnen Ländern spezifische Probleme mit sich.